Bali – September 2016

Im September 2016 waren wir zum zweiten mal in Bali.

Wir verbrachten 14 Tage in Permuteran, dem Nordwesten Balis, erneut im Pondok Sari. Im April 2010 waren wir das erste mal in Bali gewesen. Damals noch eine Woche in Tulamben (im Tauchterminal) und eine Woche in Permuteran (Pondok Sari).

Gebucht haben wir diesmal die Villa Wayang. Eine Villa die geräumig groß für uns vier (Petra, Petra, Harald und mich).

Der Grund weshalb wir Bali nochmals besuchten, war der Fakt, dass es preislich derzeit keine Alternative gab. Aufgrund des Kurses waren Resorts wie das Onong auf Siladen oder das Lembeh Resort in Lembeh zu teuer. Zudem wollten wir diesmal keinen exzessiven Tauchurlaub machen, sondern auch der Erholung und dem Entspannen eine Chance geben.

Da kann ich vorweg nehmen, dass wir das erwünschte auch erhalten haben. Trotz drei Tage Krankheitsausfall ( Grippe, Halsweh, Nebenhöhlenentzündung, Husten etc. = kurzum die gefährliche Männergrippe )

Wir sind in Permuteran im Pondok Sari untergebracht. Gemietet haben wir zusammen mit Petra und Harald, die Villa Wayang.

 

 

 

 

 

 

Villa Wayang

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Deluxe-Villa. Die Villa wurde mit der gleichen Liebe zum Detail wie die Deluxe-Bungalows gebaut, jedoch mit einem noch höherem Aufwand an antiken Elementen und edlen Hölzern. Ein wahres kleinen Paradies für bis zu 6 Personen. Die Villa verbindet auf über 190 m² edles Ambiente mit technisch hochwertigem Kompfort. (Auszug aus Pondok Sari)

Die Villa Wayang ist ein Bungalow auf zwei Ebenen mit einem gemeinsamen Wohnbereich und eigenem Pool. Unten die Wohnung ist durchweg gefliest und komplett abgeschlossen. Die obere Wohnung wird über eine Aussentreppe erreicht und ist etwas offener gehalten.
Es gibt drei Schlafzimmer. Eins unten und zwei oben. Dazu gibt es oben und unten je ein Badezimmer mit Toilette. Unten steht zusätzlich im Bad eine Badewanne (Wer immer hier ein Bad nimmt??) Für 4 Personen ist das ganz gut ausreichend.
Sowohl oben als auch unten sind gut funktionierende Klimaanlagen und an den Aussenliegeplätzen sind Ventilatoren die einen guten Dienst verrichten.
Unten sind zwei große Tische, wobei einer als Wohntisch zu nutzen ist und man bequem mit sechs Personen sitzen kann. Zudem ist unten auch ein Kühlschrank. (Der fehlt leider oben)
Unten ist der Zugang zum Pool und davor ein schattiger Liegeplatz. Dazu noch zwei Liegen direkt am Pool.

Oben ist definitiv der ruhigere Bereich. Das liegt daran, dass man jeden noch so kleinen Fusstritt auf dem Holzboden, unten in der Wohnung hört. Man muss sich unten also mit dem Getapse abfinden. Wir konnten das ganz gut.
Oben gibt es dann die zwei Schlafzimmer, das Bad mit Dusche und WC, einen kleinen Vorraum und vor der Wohnung noch ein schön gr0ßer Liegebereich mit Blick auf den Pool runter.

Jedoch ist das ganze nicht für mehr als 4 Personen ausgelegt. Dazu sind dann die Platzverhältnisse drum herum zu gering.
Für zwei Pärchen wie wir, ist es klasse.

Petra und ich, wollten zuerst oben wohnen. Nach dem oben aber der wohl eher balinesische Teil ist, hatte Petra plötzlich Ihre Zweifel. Oben ist alles in Holz gehalten und recht dunkel. Das Licht ist spärlich und somit hat das ganze einen besonderen Flair. Zuviel für meine Petra.
Harald hat dann kurzer Hand angeboten nach oben zu ziehen und wir haben dankend angenommen.

Nach zwei Tagen kann man sagen, dass die Villa schon eine tolle Unterkunft ist und den eigenen Pool haben wir schätzen und lieben gelernt. Es ist einfach genial kurz zur Abkühlung reinzuspringen, sich ein wenig massieren zu lassen und mal das eine oder andere Getränk zu genießen.

Alles in allem kann man die Villa voll und ganz empfehlen. Vorausgesetzt die zwei Paare sind sich grün und verstehen sich.
In den Wohnungen hat alles funktioniert und

Direkt im Pondok Sari ist unten am Strand, die kleine Werner Lau Tauchbasis. Hier kann man problemlos tauchen gehen.

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Das Werner Lau Diving Center befindet sich auf dem Gelände des Pondok Sari Beach & Spa Resort bei Pemuteran im Nordwesten von Bali.
Die 2004 aus antikem Holz aufgebaute Basis liegt direkt am Sandstrand des Pondok Sari Resorts und wurde – wie alle Werner Lau Tauchbasen – speziell auf die Anforderungen und Wünsche der Taucher ausgelegt. (Auszug aus Werner Lau)

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Im großen und ganzen eine ordentliche Tauchbasis. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit den TopBasen in Lembeh oder vor allem den Sea Explorer auf den Philippinen, kann sie allerdings nicht verglichen werden und auch nicht mithalten.
Die Leute sind alle freundlich und bemüht. Familiäres Feeling kommt aber definitv nicht auf. Hervorzuheben sind die drei Damen im Office, die stets ein Lächeln übrig hatten und auch überall geholfen haben.

Natürlich zeigt man sein bemühen und ich möchte auch nicht zu Negativ klingen. Aber es wie beim Zeugnis schreiben, „war stets bemüht“, ist halt auch nicht besonders gut. Das möchte ich an einem Beispiel festmachen.
Nach einem Tauchgang, hat meine Frau die Hände voll gehabt ( Bleitaschen, Flossen und Ihre Tasche ) und ist mit Mühe die Leiter vom Boot runter. Unten stand dann jemand von der Basis, der ihr gesagt hat, nächstes mal soll sie die Sachen oben ablegen und dann rückwärts die Leiter runter gehen. Das gehe einfacher, danach kann sie die Sachen in Ruhe wegnehmen. Toller Tip, aber glaubt mal nicht dass der Typ auf die Idee gekommen wäre zu helfen. Das steht nicht auf dem Programm.
Aber nochmals, unfreundlich ist dort keiner und im weitesten Sinn auch hilfsbereit.

Die drei Mädels im Office hingegen waren immer freundlich, ansprechbar und stets zur Stelle. Das muss erwähnt werden.
Er hat ihr deswegen aber vorher nicht geholfen, sondern nur zugeschaut wie sie sich verrenkt hat.
Generell, wäre an den TOP Basen immer einer an der Leiter gestanden und hätte zumindest die Hand gereicht. Hier warten die Angestellten im Wasser bis alle weg sind um dann die Kisten vom Boot zu bringen. Das ist beim Einstieg ins Boot das selbe.

Zum tauchen.

Man hat die Möglichkeit morgens und mittags zu tauchen mit dem Boot oder von 8 – 15 Uhr am Hausriff (künstlich angelegtes Riff) zu tauchen. Bei den Bootstauchgängen ist immer ein Guide fürs ganze Boot dabei gewesen. Taucheranzahl bei uns max. 10 auf einem Boot. Tauchzeit 60 Minuten. Es waren auch mal 65 Minuten aber das hat keinen gestört. Es steht also keiner mit der Stoppuhr an Bord.

Morgens werden ein EinTank und ein ZweiTank Bootstour angeboten. Oder wenn es die Gezeiten zulassen eine Autofahrt nach Secret Bay ( Makrohighlight )

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Die Boote sind gut geräumige Schnellboote und man fährt zwischen 10 – 30 Minuten zu den Tauchspots. Ich schätze die maximale Belegung für ein Boot liegt bei 12 Taucher. Zwischen den zwei Tauchgängen (oder wenn man will auf der Rückfahrt) gibt es noch gebratene Nudeln (muss man vorher bestellen).

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Highlight ist natürlich das Naturschutzgebiet Menjangan. Hier werden immer TwoTank Touren gefahren.

Wir haben dieses Jahr leider nur 10 Tauchgänge (wegen Krankheit) machen können.
Die Tauchgänge waren ok ( nicht mehr aber auch nicht weniger)
Auch ohne die extra Highlights,
Menjangan beheimatet sehr schöne Riffe mit tollen Korallen. Hier geht es rein um taucherrischen Genuss und entspanntes Tauchen.
Richtige dicke, große oder ultra Makromotive sind wie beim letzten mal wieder ausgeblieben.

Generell sieht man normale Rifffische, mal einen Schwarzspitzenriffhai, die normalen Nacktschnecken ( aber weit aus weniger als erhofft) und halt das normale Getier. Ein Denise Pygmie gehört zu den Highlights.
Die Abrechnung für die Tauchgänge beinhalten grundsätzlich die Reinigung und den Transport des Equipment. Dafür zahlt man extra Geld. Gewaschen werden Anzug und Jacket.

Wer gut essen möchte, der geht raus auf die Straße.

 

 

 

 

 

 

Ich will keinem wehtun und auch kein vernichtendes Urteil abgeben. Doch wenn es etwas am Pondok Sari auszusetzen gibt, dann das Essen.
Bevor ich weiterschreiben, klar ist hoffentlich jedem, dass dies eine subjektive Meinung von mir bzw. uns ist. Denn wir waren einer Meinung.

Gebucht haben wir Übernachtung mit Frühstück. Beim Frühstück kann man aus verschiedenen Variationen wie American, Continental oder BiO Breakfast wählen. Dann gibt es immer eine kleine Obstschüssel und eine Fruchtmix. Kaffee oder Tee. Dann das jeweilige Frühstück mit Ei oder Pfannkuchen, mit Toast oder Baguette, Honig oder Marmelade.
Alles in allem reicht es aus aber es ist nichts weltbewegendes. Beispielhaft American Breakfast: 1,5 Scheiben ( Mehrkorn Toast ) – ja 1,5 ! ; dazu eine Scheibe Wurst ( Ham) ein knackig hartes Röstie, Eier, nicht zu vergessen das Ketchup Gemüse. Ein Witz des Hauses kommt, wenn man anstatt Ham, das ganze mit Käse bestellt. Da kriegt man tatsächlich eine Scheibe (noch eingepackt) Schmelzkäse auf den Teller gelegt 🙂

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Wir waren vor sechs Jahren schon mal hier. Das Frühstück hat sich kein bisschen verändert.
Damals hatten wir es aber besser und angenehmer empfunden ( Gilt auch für das Abendessen, dazu komme ich gleich)
Naja, wir haben das Frühstück ja mitgebucht, dann muss man es halt auch so nehmen.

Am ersten Abend sind wir spät angekommen (20:30)und haben im Pondok Sari zu Abend gegessen, denn das Restaurant hat bis 22 Uhr geöffnet. Mein Hühnchen süß sauer war wie übrigens alle Speisen, lauwarm. Das Gemüse bzw. die Früchte wie Ananas waren sogar eiskalt. Das ganze war lieblos und geschmacklich wie ein Fertiggericht.
Petra hatte Gnocchi bestellt und die waren gelinde gesagt eine Frechheit. Drei kleine undefinierbare Teilchen in einer ungenießbaren Ketchupsauce!?
Die anderen beiden hatten ein durchschnittliches ThaiCurry, lauwarm.

Preislich liegt man im Pondok Sari für Bali Verhältnisse allerdings in gehobener Klasse. Denn ab dem zweiten Tag waren wir draussen essen.
Was Definitiv besser, schmackhafter und nicht teuerer ist. Ausnahme bildet hier das Frankipani. Hier möchte man sich wohl ein bisschen abheben und zielt auf die upper class. ( einmal reicht dort hin zu gehen )

Draussen direkt an der Straße gibt es gutes Essen und zu einem Drittel mindestens zum Halben des Preises wie im Pondok Sari.
Wir haben viele Möglichkeiten draussen ausprobiert und ich kann sagen:
„Man darf sich trauen raus zu gehen. Dass Essen ist gut bis sehr gut und die Menschen freundlich und nett. Befürchtungen braucht man keine zu haben. Auch in den kleinen Buden oder im kleinen Supermarkt kann man sich Snacks, Trinken oder so kaufen.

Wir haben uns einen Spass gemacht und das Essen bewertet
Die besten Spring Rolls und die besten Calamari als Appetizer gab es bei Warung Bakir, gleich rechts vom Pondok Sari. Dort gab es auch den besten Thunfisch. Egal ob als Steak oder als Sate Spieße. Einfach Hammergeil. Hier haben wir gesamt zu zweit rund 200000 bezahlt. Das sind 15 Euro für 3 Gänge incl. Getränke. Hier waren wir dann auch mit 4 mal, am häufigsten essen. Jedes mal war es super lecker und auch von der Menge her sehr reichlich.

Auch die Pizza rechts vom Pondak Sari die Straße lang schmeckt gut. Allerdings etwas fad. Doch vom Teig und Belag echt klasse. Hier gibt es die beste Nudelsuppe mit Chicken.

Pondok Sari links und dann über die Straße bei Wayung small kann man gut essen. Hier gibt es gute Spring Rolls und auch eine gute Chicken Soup. Die MieNudeln sind gut und auch das ein oder andere Gericht hat gut geschmeckt.

Gehobene Klasse gibt es beim Frangipani. links vom Pondok Sari. Hier ist auch alles etwas niveaustärker, als an den klassischen „einheimischen Restaurants“. Das Essen schmeckt ganz gut und auch für das Auge schön hergerichtet. Viel Hunger darf man allerdings nicht haben. Die Portionen sind klein der Preis allerdings gesalzen. Geschmacklich wie gesagt, war es gut.

Bei der Hungry Armee haben wir auch gegessen. Allerdings waren wir hier ein wenig enttäuscht. Es war nicht schlecht, aber wir haben uns mehr versprochen. Das gleiche gilt für das Fischrestaurant (auch links vom Pondok Sari). Hier wird mehr Show um alles gemacht. Das Essen ist ok, aber es geht definitiv besser. Der gegrillte Fisch war nicht annähernd wie erwartet. Zudem steht der Fisch teilweise ohne Eis in der Präsentation an der Straße. Trotz unserer nicht positiven Meinung, war es gefühlt das Lokal, welches immer voll war.

Den Besten Cappuccino und Latte Macchiato dazu den besten Kuchen und geniale Fruchtshakes, gibt es im Cafe Balance. Sicherlich sind die Preise fast wie in Deutschland (für Bali Verhältnisse sehr hoch ), allerdings ist die Qualität dementsprechend hoch. Mittags mal eine Tasse Cappuccino und eine Hausgemachten Kuchen (waren alle mega Lecke und auch die Quiche war super)

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Logischerweise konnten wir nicht alle Restaurants ausprobieren. Es gibt zuviele davon. Deswegen verwundert es auch, dass das Pondok Sari sich essenstechnisch nicht mehr anstrengt.

Bali, Land der Tempel und des Reisanbau

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Die Reisterassen von Jatiluwih

Der Reisanbau ist ein wichtiger Teil der balinesischen Kultur. Balis Reisfelder werden in einem genossenschaftlichen System bewirtschaftet, dem sogenannten Subak-System (siehe unten). Fünf balinesische Subak-Landschaften wurden 2012 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, darunter auch die Reisterrassen von Jatiluwih.

Balis Subak-System

Seit vielen Generationen legen balinesische Bauern Bewässerungskanäle und Terrassen zum Reisanbau an. Jedes Feld ist mit einem kleinen Erdwall eingedämmt und nachdem es bewässert wurde, wird das Wasser auf das nächste weitergeleitet. Jeder Bauer schließt sich mit denjenigen Bauern zu einem Subak zusammen deren Wasserversorgung von der selben Quelle abhängt. Die Organisation eines Subaks erfolgt streng in enger Abstimmung aller Mitglieder – es wird gemeinsam entschieden wie der Neubau und der Unterhalt der Felder und Kanäle geregelt werden muss  Mit diesem ausgeklügelten und über Jahrzehnte bewährten System sind die Balinesen erfolgreiche Bauern geworden und es kann auf diese Weise auch sichergestellt werden, dass die Ressourcen fair verteilt und effektiv genutzt werden. So können pro Jahr bis zu drei Ernten erzielt werden.

(Auszüge aus balireisen.info)

Brahmavihara Arama ist ein wunderschönes Kloster in Balis Norden

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Der Brahmavihara Tempel – auch bekannt als „Banjar Buddhist Temple“ – ist das größte buddhistische Kloster auf Bali und in ganz Asien bekannt. Es liegt friedvoll eingebettet inmitten der grünen Bergwelt, die so typisch für den Norden von Bali ist – ganz in der Nähe von Lovina Beach.

Sie sind wunderschön, die Tempelanlagen im Land der Götter, wie Bali so oft genannt wird. Die vielbeschriebene Kraft und die Energie, die diesen Orten zugesprochen wird, konnte ich allerdings nur selten fühlen. Ganz anders bei dem buddhistischen Brahma Vihara Arama Tempel! (Auszug aus passengeronearth.com)

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Pura Ulun Danu Bratan oder Pura Bratan ist ein bedeutender Wassertempel auf Bali, der Shiva als Schöpfer geweiht ist. Im Inneren des Tempels gibt es aber auch Buddha-Statuen. Die Tempelanlage liegt in den Bergen auf 1200 m am Bratansee. Der See ist ein Vulkansee nahe Bedugul, dessen Wasser als heilig gilt. Der Tempel wurde im Jahr 1663 erbaut und wird für Opferzeremonien für die balinesische Wasser-, Seen- und Fluss-Göttin Dewi Danu benutzt, die eine Manifestation der Gattin Parvati von Shiva ist. Der Bratansee ist eine wichtige Quelle für die Bewässerung im zentralen Bali. (Auszug aus Wikipedia)

 

Luwak Kaffee – Katzenkaffee

Vorweg muss ich etwas loswerden.

Frohgelaunt nach dem BaliUrlaub, hab ich mir heute morgen vorgenommen mit meinem Urlaubsbericht zu beginnen. Als ersten Beitrag wollte ich von meiner „besonderen“ neuen Geschmacksentdeckung machen.

Ich wollte vom Luwak Kaffee ( Katzenkaffee ) schreiben. Um ein paar tolle Fakten zu sammeln habe ich natürlich gegoogelt und dann bin ich auch auf den Bericht der Tierschutzorganisation Peta gestoßen. Jetzt will ich ehrlich sein, seit dem plagt mich das schlechte Gewissen und ich bin schon stinkig auf mich selbst, wie leichtgläubig und unbedarft ich die Dinge hingenommen und als in Ordnung eingestuft habe, ohne auch nur einmal etwas zu hinterfragen.

 

Auf dem Rücktransfer nach dem Urlaub, haben wir Stop an einer Kaffeeplantage in Baturiti gemacht. Der Fahrer hat uns von der Besonderheit des Katzenkaffees erzählt. Der Luwak Kaffee, würde aus den wieder ausgestossenen Kaffeebohnen der Katzen gemacht. KatzenScheiße-Kaffee eben halt. Bei den Katzen handelt es sich um Fleckenmusangs (Schleichkatzen)

Wenn ich jetzt so den Ablauf der kleinen Führung und der Kaffeeverkostung im Kopf nochmal ablaufen lasse, dann ist das schon sehr toll und gut arrangiert. Man läuft durch einen kleinen Dickicht mit ein paar verschiedenen Kaffeebäumchen und bekommt die verschiedenen Pflanzen schnell erklärt. Vorbei an einem Käfig mit einem schlafenden katzenartigen Tier den Fleckenmusangs.

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Wir haben noch gefragt ob die Tiere das freiwillig essen oder ob sie dazu gezwungen werden. Natürlich freiwillig. Der junge Mann der uns geführt hat, hat uns auch von verschiedenen Arten von Luwak-Katzen erzählt und dass es zahme als auch wilde Katzen gibt.

Die Katzen, fressen das fleischige der Kaffeebohnen. Die reine Bohne selbst können sie nicht verwerten und scheiden diese wieder aus. Durch die Vermentierung im Magen, erhält die Bohne dann ihren besonderen Geschmack. Das ganze sieht dann wohl so aus:

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Auf dem Weg zur Verkostung ging es dann weiter an einer kleinen „Röststation“. Hier war dann ein nettes Mütterchen, die dann von Hand die Bohnen geröstet, gemahlen und gefiltert hat. Hier konnte man auch die Verschiedenen Bohnen- und Teesorten begutachten.

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Alles sah sehr familiär und friedlich aus. Ich muss gestehen, ich habe vorher noch nie von Luwak oder Katzenkaffee gehört und dachte tatsächlich, dass sei eine kleine Besondere Art, welche es vielleicht sogar nur hier gab. Dass es einen immer größer werden Markt dazu gab, war mir zu meiner eigenen innerlichen Entschuldigung nicht bekannt.

Anschließend gab es dann noch eine kleine Verkostungsreihe mit verschiedensten Kaffee- und Teesorten. Kaffee mit Ginseng, original Bali Kaffee, Inwer Kaffee, Lemongrass Tee oder Ingwer Tee. Verschiedene Kakaos waren auch dabei.

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Wenn man wollte konnte man auch den Luwak Kaffee probieren. Ein Täschen kostete aber 50000 Rupia ( ungefähr 3,60 Euro ). Damit nicht ein falscher Eindruck entsteht, es war kein Zwang oder Druck in Richtung „Ihr müsst den Luwak Kaffee probieren“ oder „Luwak um allen Preis“. Es ging mehr um das generelle testen von Kaffee und Tee. Natürlich war klar, dass man nachher auch möglichst etwas kaufen sollte. Ich fand das ganze auch nicht verwerflich oder in anderer Art anstössig. Es war schön gemacht und ich muss sagen, einige Sorten Tee und auch Kaffee schmeckten wirklich gut.

Harald und ich haben uns dann auch entschieden, eine Tasse Luwak Kaffee zu probieren. Wenn schon dann denn schon. Natürlich waren wir auch neugierig, wie schmeckt „Katzenscheiße-Kaffee“.

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Er wurde in einer interessanten Konstruktion von „Kaffeemaschine“ produziert.

 

Die Antwort wie er schmeckte:

Er schmeckt richtig gut. Im Vergleich zu den Kaffees die ich zu Hause trinke, war er wirklich top. Stark wie ein Espresso, allerdings ohne jegliche Bitterness. Einfach gut ( ich trinke meinen Kaffee übrigens gerne Schwarz und ohne Zucker)

Nach der Verkostung ging es wieder zurück. Natürlich durch den Shop 🙂 Natürlich haben auch wir ein bischen was gekauft. Tee und Kaffee. Ich hab dann auch ein kleines Päckchen Luwak Kaffee gekauft. Einfach um ihn zuhause nochmals zu probieren.

Die kleine Verkostungstour war alles in allem ein nette Sache. Alles sah auch sehr nett und einladend aus. Was mir ein schlechtes Gewissen macht, ist die Unwissenheit wie man mit den Tieren tatsächlich umgeht.

Da auch dieses vielleicht garnicht so kleine Unternehmen, den Luwak Kaffee über das Internet vertreibt, handelt es sich garnicht um so kleine Mengen. Kommt der Luwak Kaffee also tatsächlich von Tieren in der freien Wildbahn? Ich weiß es nicht, kann aber auch nicht sagen, dass im Hintergrund nicht doch in enge Käfige gesteckte Tiere leben müssen. Dann noch vorwiegend mit der Kaffeebohne gefüttert, einzig um eine besondere Bohne auszuscheissen, die wir (in dem Falle ich ) dann teuer kaufen. Denn der Luwak Kaffee gilt als der teuerste Kaffee der Welt.

Deswegen werde ich künftig auch definitiv keinen solchen Kaffee kaufen. Denn so gut kann nichts in der Welt schmecken, dass ein Tier dafür gequält werden muss.

Für interessierte wie der Kaffee hergestellt wird und ein paar Hintergründe, findet hier ein Video vom Morgenmagazin.

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