Unsere Reise stand natürlich unter der Überschrift:

Hunting the light.

Wir wollten Nordlichter sehen. Dass war von Anfang an klar. Deswegen haben wir ja auch den Februar ausgewählt. Winter in Norwegen und wir versprachen uns Schneelandschaften und natürlich Nordlichter. Wenn es geht in verschiedensten Farben.

Am Ende der Reise eine Nacht in Bergen und dann noch einen Trip mit dem Panoramazug von Bergen nach Oslo das war der Plan.

Die Anfahrt nach Kirkenes war easy aber auch ein wenig spannend. Wir hatten schon gelesen, dass in Kirkenes 15 Grad minus herrschen. Das wir beim Weiterflug von Oslo aber schon das Flugzeug enteisen mussten, das haben wir nicht erwartet.  Das ist heutzutage zwar nichts mehr weltbewegendes, für uns war es das erste mal und somit war’s interessant.

In Kirkenes haben wir bei der Landung schon nicht schlecht gestaunt. Kirkenes ist ein kleiner Flughafen, mit einem Kofferband und mini Abfertigungshalle. Ich weiß nicht was aufregender war, die festgedrückte Schneedecke auf der Piste oder die Eiszapfen am Holzverschlag 🙂

 

Der Bus zum Thon Hotel stand schon bereit und wir sind auch pünktlich und sicher im Hotel angekommen. Das Hotel ist gleich in der Nähe vom Hafen und wir können es nur empfehlen. Man kann im Hotel was Essen und auch das Frühstück morgens ist sehr reichhaltig.

Morgens wird man vom Bus auch direkt vorm Hotel abgeholt und zum Schiff gebracht. Ich nehme eines mal vorweg, aller Transfers haben super genial geklappt und die gebuchten Hotels waren alle einfach klasse und wir würden sie genau so wieder buchen.

In Kirkenes waren wir im Thon Hotel Kirkenes. In Bergen haben wir im Clarion Admiral Hotel direkt im Hafenviertel Bryggen übernachtet und in Oslo waren wir im Thon Hotel Oslo direkt am Bahnhof und neben der Innenstadt. Alle Hotels waren ideal um in der kurzen verfügbaren Zeit, gleich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen.

So und jetzt aber zur schönsten Seereise der Welt.

Wer es nicht abwarten kann oder sich mein Gelaber nicht antun will, klickt einfach hier oder direkt ins Bild und gelangt in die Bildergalerie.

Bei der südgehenden Tour fährt man die gleichen Häfen an, wie bei der nordgehenden. Nur halt rückwärts. Dabei sieht man die Häfen jetzt bei Tag / Nacht, welche man bei der Hinfahrt Nacht / Tag gesehen hat. So sieht man bei der kompletten Tour, alle Häfen einmal am Tag und einmal in der Nacht.

Was auf jedenfall ein Unterschied ist, ist die Tatsache dass die Reise und auch die Aufenthaltszeiten viel kürzer sind. Natürlich fährt man nicht mehr in die Fjorde rein. ( Achtung: Im Winter fährt man auch bei der Hinreise nicht in die Fjorde! ) Auch das Ausflugprogramm ist eingeschränkt. Touren zum Nordkap etc. gibt es nicht. Klar man kann ein paar Überlandtouren unternehmen um ein paar Sehenswürdigkeiten zu sehen. Wer aber auch ein bisschen Norwegen entdecken möchte, sollte auf jedenfall die nordgehende Tour machen.

Wir wollten ja die Nordlichter sehen und deswegen war das für uns nicht so dramatisch. Dennoch würden wir dass nächste mal südgehend fahren.

Am ersten Tag an Bord sind wir direkt zur Expeditionsleitung und wollten uns für die Snowmobiltour u,a, zu den Nordlichtern anmelden. Die ging auch gleich die selbe Nacht um 0 Uhr los. Also sind wir um 20 Uhr kurz ins Bett um uns ein wenig auszuruhen. Pustekuchen. Um 20:30 Uhr kam die Durchsage, es sind Nordlichter zu sehen. Wir uns schnell angezochen, Kamera, Stativ geschnappt und raus auf Deck 9.

Dort haben wir dann erstmal eine Weile in den Himmel geschaut und gerätselt. Daaaaa!!!!! Neee, das waren nur Wolken. Oder Daaaaa! Neee auch nur Wolken.

Und dann plötzlich kam ein leichter grüner Schimmer zum Vorschein.

Dann merkten wir das sind keine Wolken und die Nordlichter wurden immer deutlicher.

Und auch die Formen verändert sich

Das ganze Schauspiel dauerte dann so 30 bis 40 Minuten und dann war nichts mehr zu sehen. Es war schon ein tolles Schauspiel. Wir hatten jetzt keine Ultrahellen Lichter aber man konnte alles schön sehen. Fotografiert habe ich mit Stativ und ca. 8 – 10 Sekunden belichtet. ISO waren 1600 und alles andere auf manuell gestellt. Fokussiert auf unendlich. Dann klappt es schon so halbwegs, auch auf dem Schiff. Allerdings werde ich nächstes mal mein Objektiv vorher putzen 🙁

Wir dachten zu dem Zeitpunkt noch, dass wir in ein paar Stunden auf der Snowmobile Tour, deutlichere und noch hellere Nordlichter sehen. Ich hab extra einen Rucksack mit Stativ mitgenommen. Aber leider wurde da nichts drauß. Wir haben keine mehr gesehen. Weder auf der SnowMobileTour noch auf der gesamten Seereise. (Das Wetter wurde immer schlechter und wir hatten meist nur Wolken, Regen, Nebel, Wind und alles was man sich unter Sche…Wetter vorstellt)

Die SchneemobilTour war aber dennoch klasse und es macht schon Spass mit den Dingern mitten in der Nacht durch die endlosen Schneelandschaften zu heizen. Im Vorfeld wird man komplett mit warmen Überziehzeugs, Handschuhen und Stiefeln ausgestattet. Kurze Einweisung und dann fährt man in der Gruppe durch die Nacht. Die Mobiles sollen bis 100 km/h schnell sein, wir fuhren in der Gruppe meist 25 – 30 km/h. Ich hab mich immer wieder mal zurückfallen um dann mal auf 40 – 45 km/h beschleunigen zu können. Das macht schon fun.

Die ganze Tour dauert 3 Stunden ( von 0 -3 Uhr ) Wobei die reine Fahrtzeit bei ca. 60 Minuten liegt. Man hält einmal mitten drin an und schaut sich den Himmel an. Wer Glück hat, findet das Nordlicht. Wir hatten kein Glück. Wenn man das Nordlicht sieht, dann ist es da draußen in der Dunkelheit sicher ein einmaliges Spektakel. So ist es eine schöne spassige Geschichte, was allerdings dann ein teure Geschichte ist. Die Fahrt kostet pro Person 400 Euro und das ist dann ich glaube weniger spassig.

Wir würden es das nächste mal nicht mehr buchen. Den Fun bekommt man bestimmt zuhause auch mal billiger und für die Nordlichter, werden wir das nächste mal lieber zwei bis drei Tage in Tromsö buchen. Von dort hat man wohl die beste Chance für Nordlichter.

Die Reise ging dann weiter, mit den ganzen Stops in den einzelnen Häfen. Wir haben dann noch einen Städtetrip in Trondheim gemacht. Ansonsten waren wir nicht großartig unterwegs, was auch daran lag dass ich mir eine mittlere Erkältung eingefangen habe. Das Wetter wurde immer schlechter und der Wettergott war irgendwie gegen uns. Immer wenn wir angekommen sind, hat sich das Wetter verschlechtert. Somit war es schon ein Highlight wenn wir mal ein bischen ein Loch in der Wolkendecke erkennen konnten.

Endstation war dann in Bergen. Dort sind wir direkt beim Terminal der Hurtigruten raus und per Bus in unser Hotel gebracht worden.

Fazit. Es war trotz mistigem Wetter eine schöne Tour und wir konnten uns erholen. Dennoch, wie schon geschrieben würden wir nur noch nordgehend fahren. Wir haben auch schon vor, nochmal die Jagd auf die Nordlichter aufzunehmen. Dann aber von Bergen bis Tromsö und dort ein paar Tage verbringen und die Nordlichter suchen sowie die Lofoten anzuschauen. Mal schauen.

Ein paar Bilder haben wir trotzdem hinbekommen 🙂 Wer sie anschauen will klickt einfach wie gewohnt hier oder direkt ins Bild. Viel Spass dabei.

Besuch in Trondheim

Natürlich war klar, dass wir den Aufenthalt in Trondheim zu einem Landgang nutzen wollten.Wir sind 6:30 Uhr in Tronheim gelandet und sind dann auch schon kurz vor sieben losmaschiert. Es war ar…kalt und windig, aber dazu haben wir uns richtig fett eingepackt. Dann sind wir durch die Stadt zu den Speicherhäuser und dann langsam zurück maschiert. 

Auch wenn das Wetter nicht allzu Bombe war, Trondheim ist eine wundervolle Stadt und das frühe aufstehen hat sich gelohnt. 

Eine Nacht in Bergen

Am Ende unserer Postreise haben wir noch eine Nacht in Bergen angehängt um dann mit dem PanoramaZug nach Oslo zu reisen.

Das Wetter in Bergen war wie schon die gesamte Reise, welche wir hinter uns hatten. Kalt, grau, total bewölkt und dann kam auch noch ein grausamer Regen dazu.
Klar, Bergen ist wohl eine der regenreichsten Städte in Europa, aber es ist ärgerlich wenn fast die gesamte Woche davor eitler Sonnenschein herrschte und genau die zwei Tage die wir hier waren, war Nebel, Wolken und Regen.

Untergebracht waren wir im Hotel Claiton Admiral direkt in der Stadt. Das Hotel ist klasse und supergut gelegen. Der Transfer von den Hurtigruten ging direkt dorthin und hat wie alles andere auch super geklappt. Vorweg kann ich sagen, wer einmal in Bergen eine oder mehrere Nächte verbringen will, der ist in diesem Hotel supergut aufgehoben. Wir würden auf jedenfall wieder dorthin gehen.

Wie gesagt, das Hotel liegt sehr zentral und aus dem Hotel raus einmal um die Ecke und man hat einen sensationellen Blick über das Handelsviertel Bryggen und in die Berglandschaft Bergens. Man kann wenn der Nebel sich lichtet auch die Bergbahn (Flambahn ) sehen. Mit der werden wir auf jedenfall das nächste mal fahren und den Blick von oben genießen. Denn Bergen werden wir sicher nochmal anschauen und hoffen auf schöneres Wetter.

Wir haben in dem halben Tag Bryggen angeschaut.
Bryggen ist Weltkulturerbe und heißt zu deutsch „Landungsbrücken“

Dann sind wir noch ein wenig in der Stadt spaziert und einen Kaffee genossen. Bergen hat eine Mischung aus Alt und Neubau. Schöne kleine Gässchen und sicherlich noch mehr zu bieten. Es ging aufgrund strömenden Regens aber garnicht mehr anzuschauen.

Fazit:
Trotz Regen hat uns Bergen fasziniert und wir sind uns einige dass wir das nächste Mal zwei Nächte in Bergen verbringen wollen um uns die Gässchen und Sehenswürdigkeiten genauer anschauen.

Wenn Ihr die Bilder von Bergen sehen wollt, dann einfach hier oder ins Bild klicken

Panoramafahrt von Bergen nach Oslo
Viel wurde uns schon von der Panoramafahrt Oslo – Bergen vorgeschwärmt. Eine Zugreise quer über die Berge von Oslo nach Bergen.

Nach dem wir die südwärts gehende Tour von Kirkenes nach Bergen gewählt hatten, haben wir uns entschlossen die Panorama Zugfahrt von Bergen nach Oslo zu buchen und danach noch zwei Tage in Oslo zu verbringen.

Abfahrt ist am Hauptbahnhof in Bergen und uuuuppppsss das haben wir anders gedacht, es ist ein normaler Zug.
Gut dass wir schon alles von zu Hause aus gebucht und reserviert hatten. Denn der Zug war voll.

Pünktliche Abfahrt von Bergen. Nach 2 Minuten Fahrt wurde der Zug langsamer und hielt schließlich einfach an. Technische Probleme wurden durchgegeben. 🙂 Nach 15-20 Minuten ein ruckeln und der Zug fuhr wieder an. Aber nur um bis in das kommende Tunnel zu fahren und dort in der Mitte wieder stehen zu bleiben 🙂 Ok, das war dann doch spannender als wir dort eine Viertelstunde liegen blieben und nichts mehr ging. Aus dem Fenster sah man auch nur die Felswände und dem ein oder anderen ging doch ein wenig Thriller- oder Horrorfilm durch den Kopf. Es ging aber irgendwann wieder weiter um dann im nächsten Tunnel wieder für 10 Minuten mit technischen Problemen liegen zu bleiben.

Danach ging es aber ohne Probleme weiter und wir durchquerten die verschiedensten Landschaften Norwegens.
Gestartet auf Meereshöhe mit Blick in die Fjorde.
Hoch ins grüne Felder und Wiesen und die Einöde und dann ganz hoch bis auf 1200 Meter wo es nur noch Berge und Schnee zu sehen gab. Riesige Eiszapfen und zugefrorene Bäche und Seen.

Es war trotz unseres bewölkten Wetter eine schöne Panoramafahrt über 7 Stunden lang durch die Landschaft Norwegens über die Berge hinweg.

Fazit:
Es war schön einmal gemacht zu haben. Aber das reicht dann auch. Wenn man unterwegs mit den Hurtigruten Ausflüge bucht wie zum Beispiel ein Besuch des Norkap, dann braucht man diese Fahrt nicht zwingend, denn dort kann man genügend Landschaften und Eindrücke von Norwegen sehen.

Oslo

Wir haben zum Abschluss noch zwei Tage in Oslo drangesetzt. Untergebracht im Thon Hotel Opera direkt am Bahnhof. Auch dieses Hotel ist klasse und sehr zentral. Von dort aus ist man gleich am Bahnhof, Busbahnhof und in der Innenstadt.

Oslo hat uns wie schon gewohnt mit Nebel und totalen Wolkenhimmel begrüßt. Aber es hat zum Glück nicht geregnet.

Wir haben uns ein wenig die Sehenswürdigkeiten wie Opernhaus, Rathaus, Schloss etc. angeschaut und sind durch die verschiedenen Einkaufsstraßen und Gassen marschiert.

Nachmittags haben wir dann einen leckeren Hamburger mit Süßkartoffelpommes und Cola konsumiert 🙂 Warum sag ich dass? Ne klar, das waren richtige Burger und die haben auch gut geschmeckt. Doch ich wollte unbedingt noch das Preisgefüge in Norwegen ansprechen.
Diese kleine Mahlzeit (2 Burger / 2Pommes / 2 Cola ) haben zusammen 60 Euro gekostet.

Ja Norwegen ist ein teures Pflaster. In den kleinen Supermärkten kostet zum Beispiel eine Flasche Wasser 0,5 l = 2,50 Euro ; eine Cola 0,5 l = 2,80 Euro ; Bier 0,5l = 6-8 Euro.
Ich spreche jetzt nicht vom Restaurant!
Fazit:
Oslo hat uns jetzt nicht so fasziniert wie Bergen. Gut dass man es mal gesehen hat. Die Sehenswürdigkeiten sind relativ unspektakulär und auch zum fotografieren hielt sich alles in Grenzen.

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