Velidhu, wir wären wieder gerne länger geblieben

April 2018. Zum dritten mal sind wir zu Besuch auf Velidhu gewesen.

Schwerpunkt war wieder eindeutig das Tauchen und um Großfisch sehen zu können zieht es uns seit Jahren auch immer wieder auf die Malediven. Seit April 2016 einmal im Jahr auf Velidhu.

Die Entscheidung in Velidhu hängen zu bleiben lag allerdings nicht nur am Tauchen alleine. Taucherisch ist Velidhu eine Top Adresse. Mit richtigen Highlight Tauchspots. Rashdoo Madivaru, Hafza Thila, Maaya Thila, Fishhead, Beyru etc. Das findet man in der Klasse und Menge nicht überall.
Die EuroDivers vor Ort sind schon sehr oft auch auf anderen Inseln unser Begleiter. Hier ist man super aufgehoben. Auch wenn wir den Wechsel von Cornelia Gretener und Stephane Bollard sehr traurig zur Kenntnis nehmen mussten. ( an dieser Stelle auch Gruß an die beiden ) Sie wurden aber supergut von Philipp vertreten.

Mit Philipp hatten wir echt super Tauchgänge und vor allem vom ersten Moment an viel Spass und natürlich gute Laune. Es hat wieder einmal alles gepasst und wir konnten uns es auch garnicht besser vorstellen. Auch unsere anderen Tauchbuddies, waren super und auch gut drauf. Es war immer eine lockere und sehr gute Stimmung auf dem Boot. Danke an Holger, Heiko und Adrian.

Änderungen zu bisher:

Die Tauchbasis wird jetzt geleitet von Vincent. Cornelia und Stephane sind dafür auf Residence gewechselt.

Das alte Tauchcenter befindet sich gerade im Abbruch und dort soll wohl einen neue EmpfangsReception entstehen. Deshalb musste die Basis weichen. Allerdings nur ein paar Meter weiter vor. Am Tauchbetrieb hat sich nichts geändert. Es gibt das Hausriff ( immer noch stark in Mitleidenschaft gezogen / Optimisten wollen eine leichte Verbesserung zu den letzten Jahren erkennen ) und dann die Bootsausflüge. Vormittags einen TwoTank (ausser Freitag, da wird gebetet)  und nachmittags einen Einzeltauchgang. Dazu hin und wieder einen Tagesausflug.

Leider steht die neue Basis voll in der Sonne. Es gibt keinerlei Schatten ( zumindest solange die Palmen noch so klein sind ) und es muss alles noch so ein wenig organisiert werden. Das wird sich aber hoffentlich bald gelegt haben. Ich muss dazu sagen, dass es nicht großartig gestört hat, da Isse ( verantwortlich für Kompressor etc.) steht’s zur Hilfe war und uns geholfen hat. Die Kisten kommen vom Boot und werden wenn man will direkt von Isse verräumt. Wir haben unsere Sachen kurz ausgespült und in die Boxen zurück gepackt. Isse hat dann die Kisten weggeräumt. So mussten wir nicht ewig in der Sonne stehen.

Dennoch war das vorher viel angenehmer. Man konnte danach so ein bisschen im Schatten sitzen, sich unterhalten oder ein bisschen Quatsch zu machen. Jetzt ist es draussen pralle Sonne und innen ebenfalls wie im Heizkeller. Etwas weniger gemütlich wie vorher. Aber das ist jetzt schon jammern auf hohem Niveau.

Da wieder nur wenige Taucher da waren, konnten wir auch jeden Spot anfahren den wir wollten. Alle unsere Wünsche wurden uns erfüllt. So kam es dass wir 4 x nach Rashdoo fuhren 🙂 🙂 Der absolute Megaspot. Allerdings Treffen: 5:45 Uhr und Abfahrt 6:00 Uhr. Das war es aber jedesmal wert.

Wir haben uns auch dieses Jahr wieder vom ersten Tag an auf Velidhu direkt heimisch gefühlt. Die Insel ist von der Größe, Aufteilung und eben auch von der Sauberkeit und Pflege her sehr ansprechend und „für uns“ einfach schön.
Ich möchte dazusagen, dass wir uns bewusst für eine 3 Sterne Insel entschieden haben. Wir brauchen keinen Pool, Yakuzi, kein abendliches TamTam und sonstiges Schickimicki. Es ist die Einfachheit die wir einfach lieben und geniessen. Nein, nicht das jemand denkt wir haben keine Ansprüchen ( da können wir uns nicht von freisprechen), aber es ist garnicht so leicht:
Das Einfache, einfach gut zu machen

Velidhu ist nach wie vor eine schöne Insel und hat uns kein bisschen enttäuscht. Es gab wohl Aussagen, dass Velidhu „unsauberer“ geworden sei, das konnten wir beim besten Willen nicht feststellen.
Wobei der Hinweis in manchen jüngsten Berichten: dass die Palmen/Sträuche teilweise wieder einmal zurück geschnitten werden müssten, schon der Tatsache entspricht. Das habe ich auf der ein oder anderen Fotopirsch auf der Insel auch feststellen müssen.
Aber, es ist alles in einem absolut verträglichen Rahmen und für mein Empfinden unterstreicht es auch ein wenig die Natürlichkeit. Von Unsauber oder verdrecken könnte ich aber definitiv nicht sprechen. ( Als sinnbildlicher Vergleich kann man sagen: Wir haben eine natürlich schöne Wiese und keinen mm genau geschnittenen Wembley-Rasen. Auf einer natürlichen Wiese wächst halt auch mal ein Löwenzahn )

Die Wasserbungalows sind ( zumindest von der Ferne ) immer ein schönes Fotomotiv, bei genauerem betrachten sind sie allerdings sehr renovierungsbedürftig. Da wir eh nicht auf Wasserbungis stehen, hat das auf unser Urlaubsfeeling keinerlei Auswirkungen. Ein bisschen Farbe würde aber schon gut tun.

Vom Essen waren dieses Jahr eher positiv erstaunt über den Geschmack mancher Gerichte. Speziell im letzen Jahr 2017 fanden wir es teilweise absolut fad und sagen wir mal „geschmacksneutral“.
Dieses Jahr hab selbst ich ( mag keine CurryGerichte und schon gar kein Lemongras) tatsächlich immer etwas gefunden und musste weniger auf die Pasta Station ausweichen
Ja, das Essen ist jeden Tag „ähnlich“, egal welches Thema gerade ansteht. Das könnte sicher noch verbessert werden. Allerdings haben wir wissentlich in einem 3 Sterne Hotel eigecheckt. Daher hatten wir auch dieses Jahr nicht die Erwartung gehabt, dass das Buffet jetzt plötzlich ein Blitzlichtgewitter erzeugen würde.
Für uns hat es gepasst und die Auswahl war wie die beiden male zuvor sicherlich kein Highlight, für die Kategorie der Insel allerdings angemessen.
Wie immer, hatten wir auch diesmal, nur Halbpension gebucht. Ich kann mir gut vorstellen, wenn ich bei all inclusive jetzt Mittags und Abends vor der gleichen beschaulichen Auswahl stehe, dann kann das zu einem anderen Empfinden führen.

Nun zum wichtigsten: Den Menschen

Das Personal, die Menschen die uns Entspannung,Erholung und das Wohlfühlen überhaupt erst möglich machen, sind immer noch ultralieb und hilfsbereit.
Immer ein Lächeln für einen übrig und auch immer einen kleinen Gruß / ein paar Worte im Vorbeigehen. Man fühlt sich einfach unter Freunden.
Entscheidend: Es war / ist echt! Nicht aufgesetzt, Nicht erzwungen, etc. Genau das ist entscheidend und macht es aus.

Wir hatten diesmal zwei „Problemchen“ die abgestellt werden mussten, da genügte ein Anruf und sofort war jemand da. Deswegen kann man auch nur jedem raten: Wenn man etwas hat / etwas nicht stimmt, sich an die Rezeption zu wenden und den Mangel/Fehler anzusprechen, dann hat man die große Chance dass er abgestellt wird.

Auf der Insel ist man ja nicht alleine und wen erstaunt es, es gibt auch andere Gäste. Gäste aus allen möglichen Fleckchen der Welt. Wir hatten wieder einmal viele nette neue Leute kennenlernen dürfen. Egal ob Deutsche, Holländer, Schweizer wir haben uns wohlgefühlt, hatten nette Gespräche und viel Spass. ( Ich hoffe anders herum auch )
Auch dieses Jahr waren wieder die „etwas anderen Gäste“ aus China zahlreich vertreten. Auch dieses Jahr, kamen sie immer wieder in Schüben a 3 Tage auf die Insel. Dann wurde es immer etwas lauter. An und für sich stört mich das garnicht, allerdings sind manche Gepflogenheiten schon teilweise sehr störend und befremdlich. Geht beim Essen los und hört beim Inselmarsch auf.

Ich kann die Lage des Managements allerdings verstehen. Velidhu hatte auch dieses Jahr wieder erstaunlich wenig europäische Gäste. Die Zimmer sind gefühlt zu 70 % leer ( rein subjektiv ).
Da würde ich auch jeden Strohhalm versuchen zu ergattern. Ich glaube nicht, dass man sich auf Velidhu erlauben kann, die Gäste fein säuberlich auszusuchen. Mit den Chinesen hat man die Chance die Hotelauslastung ein wenig nach oben zu heben. Letztendlich ist ein belegtes Zimmer immer noch besser als ein leerstehendes.

Dieses Jahr hatten wir aber noch richtig Glück, denn im September 2017 kam einmal eine Gruppe mit über 100 Chinesen aus einer Firma. Das war ein Spektakel

Letztendlich trifft man aber überall auf der Welt mal Gruppen an, die eine „andere“ Kultur wie wir Europäer haben. Unseren Urlaub haben wir uns deswegen nicht vermiesen lassen.
Positiv gesehen, sind es fotografisch manchmal auch sehr farbenfrohe Motive
Ausserdem haben speziell wir Deutschen ja auch nicht immer den besten Ruf ( mal ganz nebenbei erwähnt)

Jetzt muss ich aber mal zum Ende kommen.

Wir vier sind uns einig:

Das war ein superschöner Urlaub auf Velidhu und wir haben keine Sekunde bereut uns wieder für die Menschen und die Insel dort zu entscheiden.
Hatten wir vor Antritt noch den Gedanken, das nächste mal sollte es wieder eine neue Insel sein, sind wir abgereist mit der Frage:

Warum eigentlich, Velidhu hat uns das gegeben was uns versprochen wurde und vor allem was wir uns erwartet haben.

Unser Dank gilt dem gesamten Team auf Velidhu

PS: Einen Wehrmutstropfen haben wir: Der Preis für eine 1,5l Flasche Wasser von über 6 Dollar ist selbst für maledivische Verhältnisse nicht angemessen. Als Taucher braucht man da schon einige Flaschen.

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